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Wie schon im Vorjahr ist die EU erneut von einer enttäuschenden Sommergerstenernte betroffen. Auch wenn die Ursachen sich unterscheiden, so sind die Auswirkungen auf Menge und Qualität wieder beträchtlich, schreibt die Jochen Mautner GmbH, Düsseldorf, in ihrem neusten Bericht. Glücklicherweise würden einige Länder wie Dänemark, Schweden und Großbritannien positiv herausfallen und könnten qualitative Verluste aus anderen Regionen teilweise ausgleichen. Insgesamt seien die Ergebnisse wegen der unterschiedlichen Boden- und Witterungsbedingungen sehr heterogen.

Das wesentliche Merkmal dieser Ernte ist laut Mautner der hohe Eiweißgehalt. Nur in Großbritannien und Irland würden die Durchschnittswerte unter 11 Prozent liegen. In den für den Braugerstenanbau wichtigen Ländern der EU habe die Aussaatfläche zur diesjährigen Ernte erneut um etwa 3 Prozent abgenommen. Da die aktuellen Erträge leicht über dem schwachen Vorjahr liegen würden, wird die Gesamternte den Angaben zufolge nur geringfügig das Vorjahresergebnis (minus 1 Prozent) unterschreiten. (ED)

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