EU-Budget 2005: Mehr Ausgaben für die Landwirtschaft

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Das EU-Budget 2005 gebe wenig Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben her, resümierte EU-Haushaltskommissarin Michele Schreyer heute in Brüssel. Sie stellte den Haushaltsvorentwurf für das kommende Jahr vor. Die Ausgaben bewegten sich nahe an der Ausgabenobergrenze, was am Ende einer Finanzierungsperiode normal sei, erklärte Schreyer. Das Agrarbudget 2005 wird von der Kommission auf 50,7 Mrd. EUR veranschlagt, davon 6,8 Mrd. EUR für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Der größte Teil wird wie üblich für die Agrarmarktordnung und die Direktzahlungen an Landwirte vorgesehen. Der Landwirtschaftshaushalt sei gewaltig angestiegen, bemerkte Schreyer. Er liege um 4,42 Mrd. EUR oder 9 Prozent über dem des Vorjahres. Der Anstieg sei auf die Erweiterung zurückzuführen. In den neuen Mitgliedstaaten würden erstmals 1,7 Mrd. EUR an Direktzahlungen an Erzeuger gezahlt. Zudem müssten wegen des hohen US-Dollar-Kurses 240 Mio. EUR mehr für die Erstattungen angesetzt werden. Die Kommission rechnete mit einem Euro-Dollar-Umrechnungskurs von 1,- EUR gleich 1,25 US-$. Hinzu kämen Aufwendungen von zusätzlich 1,3 Mrd. EUR in der EU-25 durch die Agrarreform vom Juni 2003. (Mö)
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