EU-Direktzahlungen sinken in Polen

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Besonders enttäuschend ist für polnische Landwirte der Umrechnungskurs, mit dem die EU-Direktzahlungen 2005 in nationaler Währung festgelegt werden. Auch für Landwirte in Tschechien, der Slowakei und Ungarn fallen die Direktzahlungen in nationaler Währung nicht so hoch aus wie es dem Anstieg in Euro entspricht. Polnische Landwirte erhalten 2005 in nationaler Währung etwa 1 Prozent weniger aus der EU-Kasse als 2004, obwohl die Euro-Beträge 2005 für alle Landwirte in den EU-Beitrittsländern gegenüber dem Vorjahr angehoben worden sind. Im Jahr 2005 erhalten sie 30 Prozent des Niveaus der Direktzahlungen der alten EU-Länder statt wie im Jahr 2004 nur 25 Prozent. Bei polnischen Landwirten kommt dieser Anstieg nicht an, im Gegenteil. Die Direktzahlungen werden 2005 mit einem Kurs von rund 3,90 Zloty/Euro umgerechnet. Im Jahr 2004 galt noch ein Kurs von fast 4,74 Zloty/Euro. Unter dem Strich errechnet sich in nationaler Währung ein Minus von etwa 1 Prozent. Nicht ganz so schlimm getroffen sind Landwirte in Tschechien, der Slowakei und Ungarn, für die ebenfalls 2005 ein niedrigerer Umrechnungskurs als im Vorjahr gilt. In nationaler Währung erhalten sie dennoch mehr als 2004, weil der Anstieg in Euro höher ausfällt als der Rückgang des Kurses. (db)
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