EU-Entscheidung über BSE-Risikomateralien vertagt

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Bei ihrem erneuten Anlauf, die Verfütterung von BSE-Risikomateralien aus Schlachtabfällen und Tierkadavern EU-weit zu verbieten, stößt die Kommission auf Widerstand bei den Mitgliedstaaten. Da die benötigte hauchdünne Mehrheit von acht Mitgliedstaaten vergangene Woche im Ständigen Veterinärausschuss in Brüssel noch nicht fest stand, wurde eine Entscheidung erst einmal vertagt. Probleme haben bisher auch diejenigen Mitgliedstaaten, die national schon BSE-Risikomaterialien aus der Futtermittel- und Nahrungsmittelkette ausgeschlossen haben. Portugal sieht sich gegenüber Großbritannien vom Kommissionsvorschlag benachteiligt, da es die Wirbelsäule aus allen Rindern mit einem Alter von über sechs Monaten abtrennen soll. In Großbritannien wird dies dagegen erst ab einem Alter von 30 Monaten vorgeschrieben. Zudem beklagen mehrere Mitgliedstaaten, dass die Auflagen für BSE-Risikomateralien nicht auch für Drittlandsimporte gelten sollen. Die Kommission prüft zur Zeit mögliche Anpassungen ihres Vorschlages. Der Ständige Veterinärausschuss soll sich möglicherweise nicht schon auf seiner kommenden Sitzung am 23. Mai mit dem Thema erneut befassen, sondern erst auf der übernächsten am 6. Juni. (Mö)
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