EU-Finanzgipfel vertagt sich auf Januar


Die EU-Mitgliedstaaten müssen sich ein weiteres Mal zusammensetzen, um einen Rahmen für den zukünftigen EU-Haushalt von 2014 bis 2020 abzustecken. Dies wird für Januar ins Auge gefasst. Ein erster Anlauf scheiterte am Freitag in Brüssel. Die EU-Ratspräsidentschaft bemühte sich mit zusätzlichen Angeboten an EU-Mitgliedstaaten, die mehr Haushaltsmittel fordern. So erhöhte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy auf dem EU-Gipfel gegenüber seinem ursprünglichen Vorschlag die Direktzahlungen um 8 Mrd. €.
 
Für Landwirte hätten sich damit zunächst vorgesehene Kürzungen der Direktzahlungen von 5 Prozent bis 2020 auf etwa 2 Prozent vermindert. Stärker fielen dagegen die Einsparungen in der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in den Verhandlungen aus. Allerdings sah Van Rompuy Extrazuwendungen für die ländliche Entwicklung für Österreich, Italien, Luxemburg und Finnland vor. Harte Kritik kam aus dem Lager der EU-Nettozahler. Großbritannien, Deutschland, Schweden und die Niederländer lehnen den jüngsten Verhandlungsvorschlag ab, weil sie größere Einsparungen einfordern. (Mö)            
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