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Die zurzeit diskutierten Modulationsmodelle, die Kürzungssätze für die EU-Flächen- und Tierprämien von bis zu 20 Prozent vorsehen, lehnt Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels ab. Stattdessen spricht er sich einer Pressemitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums zufolge für eine Prämienkürzung um 1 Prozent ab 2002 aus. Diese solle für alle Landwirte gelten. Um sozialen Aspekten und dem Argument der Kostendegression sowie besseren Anpassungsmöglichkeiten in größeren Betrieben Rechnung zu tragen, müsste bei Betrieben mit mehr als 100.000 DM Prämie die Kürzung auf 2 Prozent verdoppelt werden.

Die Rinderhalter sollen nach Bartels Vorstellungen aus den Prämienkürzungen ganz heraus genommen werden, weil die Rinderhaltung in der Regel auf Grünland betrieben werde und diese Betriebe von der BSE-Krise besonders hart betroffen seien. Ein solches Modell dürfte nach Bartels Meinung auch die Zustimmung der neuen Bundesländer finden. Die vorgeschlagenen Kürzungssätze von 1 und 2 Prozent führten in Niedersachsen zusammen mit dem nationalen Kofinanzierungsanteil, der in jedem Fall vom Bund kommen müsse, zu einem 20 Mio. DM-Programm, heißt es in der Pressemitteilung. In Abhängigkeit von dem Erfolg der so verwendeten Mittel könnten in den Folgejahren die Kürzungssätze moderat angehoben werden. (GH)
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