EU-Getreideexporte deutlich gestiegen

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Zum zweiten Mal hintereinander konnte die EU ihre Getreideausfuhren deutlich steigern. Summierten sich die Ausfuhren in Drittländer im Wirtschaftsjahr 1997/98 noch auf 21,54 Mio. t, waren es im darauffolgenden 28,85 Mio. t und 1999/2000 erstaunliche 33,98 Mio. t. Der Zuwachs von rund 5 Mio. t gegenüber dem Vorjahr verteilt sich auf etwa 2,5 Mio. t Gerste, 1,5 Mio. t Weizen und 1 Mio. t Roggen. Das Wirtschaftsjahr 1999/2000 war das letzte, in dem die im Gatt-Abkommen beschränkten subventionierten Exporte de facto noch keine Rolle spielten. In diesem Wirtschaftsjahr dürfen dagegen nicht mehr als 10,8 Mio. t Futtergetreide und 14,4 Mio. t Weizen mit Hilfe von Subventionen ausgeführt werden. Sind erstattungsfreie Exporte nicht möglich, drohen bei einer normalen Ernte in dieser Saison neue Überschüsse und größere Endbestände. Im Laufe des Wirtschaftsjahres 1999/2000 konnten die Interventionsbestände wegen der günstigen Ausfuhrmöglichkeiten von 18 Mio. t auf 9 Mio. t halbiert werden. Die Getreideimporte sind von 5,67 Mio. t im Vorjahr auf 6,23 Mio. t gestiegen. Während sich die Weizen- und Hartweizenimporte der EU im Wirtschaftsjahr 1999/2000 um 0,6 Mio. t verminderten, stiegen die Maisimporte um 1,1 Mio. t an. (Mö)
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