EU-Getreidexporte ohne Schwung

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Es wird immer schwieriger, den Aufbau von immensen EU-Getreideinterventionsbeständen durch einen verstärkten Export in Drittländer zu bremsen. Die von der Branche erwartete politische Unterstützung aus Brüssel kommt nur zögerlich. Mit großer Enttäuschung endete am Donnerstag für die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten die Sitzung des Verwaltungsausschusses Getreide, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die EU-Kommission setzte die Exporterstattungen für Weizen aus dem freien Markt mit 3,90 €/t auf weniger als die Hälfte des Wertes, den sie Mitte März gewährt hatte und begründete dies mit dem stärkeren Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro. Mit einer nur leicht höheren Erstattung hätte die Kommission jedoch deutlich größere Mengen zuschlagen können. Höhere Exporte sind nach Meinung des internationalen Getreidehandels dringend erforderlich. Seit Wochen lautet die Forderung an die EU-Kommission, mit entsprechenden Erstattungen den Export von wöchentlich 400.000 t Weizen zu ermöglichen. (Mö)
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