Copa und Cogeca

EU-Handelsabkommen mit Japan gefordert

Auf die große Bedeutung von Drittländern für die Entlastung der stark unter Druck stehenden EU-Agrarmärkte wiesen jetzt die Dachverbände der EU-Landwirte und deren Genossenschaften, Copa und Cogeca, bei einem Treffen mit EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hin. "Wir registrieren mittlerweile erste Anzeichen für eine Erholung der Märkte für Milch und Schweine. Aber die Lage ist immer noch instabil und es wird noch einige Zeit dauern, bis die Landwirte ihre Einkommensverluste wieder wettmachen können", so Copa-Präsident Martin Merrild.

Nach einem Bericht des Agrarischen Informationszentrums (AIZ), Wien, begrüßte er in diesem Zusammenhang, dass die EU-Kommission sich bemühe, neue Exportmärkte zu erobern, beispielsweise in Mexiko oder Indonesien. Entsprechende Handelsvereinbarungen würden forciert. "Speziell mit Japan sollte in den kommenden sechs Monaten ein Freihandelsabkommen vereinbart werden, weil es sich hier um den zweitgrößten Exportmarkt für EU-Schweinefleisch handelt", wird Merrild zitiert.

Cogeca-Präsident Thomas Magnusson wies laut AIZ auf die Bedeutung des Außenhandels für die landwirtschaftlichen Genossenschaften hin. Die forcierte Belieferung von Drittlandsmärkten würde den EU-Binnenmarkt entlasten, argumentierte er. Einig zeigten sich Magnusson und Merrild bei ihren "ernsten Bedenken" gegen ein mögliches Freihandelsabkommen mit dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur. Dieses würde den europäischen Rindfleisch- und Geflügelsektor massiv gefährden, sei betont worden. (Sz)
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