EU-Handelskommissar hat Verständnis für Zweifel am Freihandel

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EU-Handelskommissar Pascal Lamy zeigte in Seattle Verständnis für die Kritiker der WTO, auch wenn er ihr gewaltsames Vorgehen ablehnte. Die Demonstrationen in Seattle zum Auftakt der WTO-Runde zeigten, wie wichtig es sei, neben der reinen Liberalisierung auch Arbeits- und Umweltstandards anzusprechen, sagte Lamy gestern auf einer Pressekonferenz. Die Zweifel an einem Freihandel, der nicht durch politische Rahmenbedingungen gelenkt werde, teilten mit den Demonstranten auch viele Bürger Europas. Die Landwirtschaft dürfe deshalb nicht in der gleichen Weise wie andere Sektoren behandelt werden. Dennoch komme die EU ihren Verpflichtungen nach, die in Artikel 20 des Gattabkommen in Marrakesch festgehalten wurden. Die EU werde Exporterstattungen und die interne Stützung der Landwirte weiter senken. (Mö)
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