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"Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit sind Ansprüche, die auch für den Pflanzenschutz im 21. Jahrhundert gelten", heißt es in einer Rede des Bundeslandwirtschaftsministers, Karl-Heinz Funke, die vom Leiter des Pflanzenschutzreferates im BML, Dr. Ralf Petzold, anlässlich der Eröffnung der 52. Pflanzenschutztagung in Freising-Weihenstephan verlesen wurde. In punkto Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU werde Funke sich dafür einsetzen, dass die sehr langwierige Prüfung der Altwirkstoffe durch die anderen Mitgliedstaaten forciert werde. Es könne nicht sein, dass der deutsche Landwirt beispielsweise für das Pflanzenschutzmittel Atrazin, das in Deutschland bereits verboten ist, auf teurere Ersatzprodukte zurückgreifen müsse, während in anderen EU-Mitgliedstaaten dessen Anwendung immer noch möglich sei. Künftig werden die Grundsätze der guten fachlichen Praxis (GFP), die bereits in Deutschland als Grundlage für Ausgleich von Umweltleistungen der Landwirtschaft diskutiert werden, auch auf EU-Ebene immer wichtiger werden. Dabei gehe es nicht darum, die Ansprüche an die Handhabung von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln immer höher anzusetzen, sondern sie praxisnah zu gestalten und den Landwirten Spielräume einzuräumen. (AW)
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