EU-Kommission bestraft Phosphat-Kartell


Über 30 Jahre lang haben die Hersteller von Futterphosphaten Preise und Absatzgebiete abgesprochen. Strafen über 175 Mio. € verhängte deshalb die EU-Kommission. Weil einzelne Hersteller als Kronzeugen auftraten und andere mit der Kommission kooperierten, gab es deutliche Strafnachlässe. Er sei selbst überrascht gewesen, wie lange der europäische Markt für Futterphosphate manipuliert wurde, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia. Seit März habe es Absprachen im sogenannten „Club" gegeben, an dem zeitweise bis zu 13 Unternehmen beteiligt gewesen seien. Erst im Februar 2004 wurden die Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht beendet. Betroffen sind unter anderem die belgische Tessenderlo Chemie mit einer Strafe von 83 Mio. € sowie 2 französische Unternehmen mit knapp 60 Mio. €. Die finnischen Hersteller Yara Phosphates und Kemira Oyj mussten als Kronzeugen nichts bezahlen. (Mö)  
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