EU-Kommission geht von normaler Getreideernte aus

Die Trockenheit in Nordwesteuropa führt nach Ansicht der EU-Kommission nicht zwingend zu Ernteausfällen in der EU. Die Kommission hält an ihrer Schätzung von 285 Mio. t Getreide für 2011 fest. Regenfälle in den kommenden Wochen könnten größere Schäden noch vermeiden, erklärte die Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Zudem seien die Ernteerwartungen in den südlichen EU-Mitgliedstaaten höher als sonst. Lediglich von kleineren Weizengeschäften berichtete die Kommission im Ausschuss. Tunesien soll 50.000 t Mahlweizen zu Preisen von 357 bis 366 $/t cif gekauft haben, zur Lieferung im Juni und Juli. Der Libanon beziehe 25.000 t Mahlweizen aus den USA zu 405 $/t cif, informierte die Kommission. In der EU wurden zwischen dem 4. und dem 10. Mai Exportlizenzen für 264.000 t Weizen beantragt, davon 160.000 t in Frankreich, 56.000 t in den Niederlanden und 40.000 t in Deutschland. Aus der Intervention verkaufte die Kommission in dieser Woche keine Gerste. In Deutschland gab es Gebote für 12.847 t Gerste mit Preise zwischen 176 und 176,12 €/t. Das reichte der Kommission nicht. (Mö)    
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