EU-Kommission gibt positiven Ausblick


Die Absatzmöglichkeiten für Butter und Käse am Weltmarkt bleiben gut. Die Lage der europäischen Milchviehhalter verbessert sich. Die EU-Kommission ist in ihren Marktanalysen bis 2020 vor allem bei Milchprodukten optimistisch. Enge Gewinnmargen für Milchviehhalter seinen zwar in den kommenden Jahren möglich, hält die EU-Kommission in ihrem am Freitag in Brüssel vorgestellten Ausblick auf die Agrarmarkte fest. Doch mittelfristig würden sich die Preise und Margen auf den Milchmarkt auf Grund der Exportmöglichkeiten stabilisieren.

Die Weizenpreise sieht die EU-Kommission in den kommenden Jahren nicht mehr bei 250 €/t, sondern eher bei 150 €/t. In Richtung des Jahres 2020 sollen sich die Weizenpreise dann wieder bei 200 €/t stabilisieren. Die Getreidepreise hatten ihren Höhepunkt zunächst erreicht, schätzt die EU-Kommission. Die Nachfrage nach Futtergetreide in China steige nicht mehr so, nachdem das wirtschaftliche Wachstum dort erlahme. In den USA werde der Anteil von Mais am Treibstoff auch nicht mehr so steigen wie in der Vergangenheit. Die EU werde durch die Abschaffung der Zuckerquoten wettbewerbsfähiger. Die Entwicklung des Zuckerweltmarktes hinge stark von der brasilianischen Politik für Bioethanol ab.

Der Produktion von Schweine- und Rindfleisch wird sich nach Meinung der EU-Kommission in den kommenden Jahren leicht erholen. Auch hier gingen Impulse für die Nachfrage vom Weltmarkt aus. Eine große Herausforderung für die europäische Landwirtschaft seien die Energiepreise, die stärker steiegn würden als die Kurse für Agrarerzeugnisse. Auf die insgesamt anwachsende Nachfrage nach Getreide könnten andere Teile der Welt dynamischer reagieren als die EU. In den Industrieländern gebe es nur noch geringe Ertragssteigerungen. (Mö)
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