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Die EU-Kommission hat am Mittwoch in einer Mitteilung präzisiert, was sie unter dem Vorsorgeprinzip versteht. Es könne kein Nullrisiko geben, wird betont, um rein willkürlichem Vorgehen vorzubeugen. Aber Anzeichen oder nicht quantifizierbare Aspekte sollen bei begründetem Verdacht ausreichen, um bestimmte Stoffe in Nahrungsmitteln zu verbieten oder nicht zuzulassen. Die Kosten/Nutzen-Analyse solle mehr als nur auf ökonomischen Aspekten beruhen. Die Vorsorgeprüfung beginne mit einer wissenschaftlichen Bewertung, die auch den Grad der Unsicherheit beschreibe. Solange wissenschaftliche Daten unvollständig, unpräzise oder nicht schlüssig seien und das Risiko als zu hoch für die Gesellschaft bewertet werde, sollten vorsorglich getroffene Maßnahmen in Kraft bleiben. (Mö/ED)
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