EU-Kommission plant Umstellung auf Windhundverfahren

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Einige zollvergünstigte Einfuhrkontingente für Getreide und Futtermittel aus Drittländern will die EU-Kommission verwaltungstechnisch vereinfachen. Die bisherigen Lizenzkontingente, bei denen sämtliche Gebote bei Überzeichnung anteilig gekürzt werden, sollen in Zollkontingente umgewandelt werden. Bei den Zollkontingenten entscheidet das Windhundverfahren, also allein die Reihenfolge der geplanten Einfuhren über die Verteilung des Kontingents. Der bei Lizenzkontingenten übliche Reduzierungskoeffizient fällt dagegen weg. Von der Umstellung sind die Einfuhr von 300.000 t Weichweizen und Hartweizen aus allen Drittländern, 15.000 t Getreide aus AKP-Ländern sowie 475.000 t Kleie aus allen Drittländern pro Kalenderjahr betroffen. Außerdem soll das Importkontingent von 50.000 t Hartweizen und von 13.000 t Hirse pro Kalenderjahr aus allen Drittländern zukünftig im Windhundverfahren vergeben werden. Der Verwaltungsausschuss Getreide hat am Donnerstag in Brüssel keine Stellungnahme zur Umstellung des Verfahrens abgegeben. (Mö)
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