EU-Kommission rechnet mit Durchschnittsernte


Die EU-Kommission rechnet 2010 mit recht hohen Getreideerträgen. Diese Erwartung ist optimistischer als Marktschätzungen. Die Kommission schätzt den Getreideertrag 2010 im Durchschnitt aller EU-Länder und aller Getreidearten auf 51 dt/ha. Das wäre nach den Statistiken der EU-Kommission der gleiche Ertrag wie im Vorjahr und ein um 5 Prozent höheres Ergebnis als im Fünfjahresmittel. Gleichzeitig ist nach den Kommissionsstatistiken jedoch die aktuelle Anbaufläche kleiner als im mehrjährigen Durchschnitt. Unter dem Strich ergibt sich eine EU-Getreideerzeugung 2010, die ziemlich genau dem bisherigen Mittelwert entspricht.

Die Behörde hat diese Ertragsprognose am heutigen Mittwoch veröffentlicht. Bereits am Donnerstag hat sie im Verwaltungsausschuss Getreide ihre aktuelle Ernteschätzung präsentiert. Danach sind 2010 in der EU rund 287 Mio. t Getreide zu erwarten. Gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis ergibt sich lediglich ein Rückgang um 2 Prozent. Ihre recht optimistische Prognose begründet die EU-Kommission damit, dass sich 2010 zwischen den EU-Ländern unterschiedliche Ergebnisse ausgleichen. Die Einschätzung beruht auf Erkenntnissen, die der Kommission bis zum 10. Juli vorgelegen haben.

Das Hamburger Handelshaus Toepfer International erwartet eine wesentlich kleinere Ernte. Die Ende Juli veröffentlichte Schätzung weist für die EU 2010 weniger als 277 Mio. t Getreide und damit einen Ernterückgang gegenüber dem Vorjahr von etwa 5 Prozent aus. (db)
stats