EU-Kommission senkt Ernteschätzung


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Die EU-Getreideernte 2006 wird um etwa 9 Mio. t unter dem Vorjahresergebnis liegen. Überdurchschnittliche Rückgänge weisen Weichweizen und Körnermais auf, zeigt eine heute veröffentlichte Analyse der EU-Kommission. Das außerordentlich heiße Wetter im Juli hat die diesjährigen Ernteerträge in der EU deutlich beeinträchtigt. Im Vergleich zum Jahr 2005 rechnet die EU-Kommission für Weichweizen mit einer Minderernte von 4,0 Prozent und für Körnermais von 5,1 Prozent. Wintergerste kommt mit einem Rückgang um 2,0 Prozent relativ glimpflich davon. Die Getreideerzeugung wird das Vorjahresergebnis von etwa 253 Mio. t um insgesamt rund 9 Mio. t verfehlen. Das entspricht einem Rückgang von 3,6 Prozent. Bisherige Prognosen hatten auf einen leichten Zuwachs hingedeutet. Allerdings sind die jetzigen Zahlen auch noch sehr unsicher. Abhängig von den Wetterbedingungen in der zweiten Sommerhälfte sowie den möglichen Bewässerungsbeschränkungen für Mais geht die EU-Kommission davon aus, dass das Ergebnis der gesamten Getreideerzeugung noch um etwa 3 bis 5 Mio. t nach oben oder unten von der jetzigen Schätzung abweichen kann.(db)
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