EU-Kommission sieht gute Chancen für Luzerneanbau

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Der Anbau von Luzerne könnte in Zukunft wieder attraktiver werden. Die schwedische Firma Alfa-Lavall hat ein Verfahren entwickelt, mit dem das Eiweiß aus den Blättern der Luzerne isoliert werden kann. Das Pflanzenprotein mit dem Namen Rubisco habe einen ernährungsphysiologischen Wert, der mit dem der Milch vergleichbar sei, erklärte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Die Kommission unterstützte das Projekt mit gut 1 Mio. Euro. Rubisco könne aufgrund seiner Eigenschaften sehr gut in Soßen, Würstchen und Dessert-Cremes eingesetzt werden. Dem Sojaeiweiß sei Rubisco jedenfalls überlegen. Auf dem Lebensmittelmarkt erhofft sich die Kommission kurzfristig ein Absatzpotenzial für 5.700 t/Jahr, die von rund 5.000 ha Luzerne gewonnen werden könnten. Sollte das Eiweißextrakt der Luzerne einmal Soja aus der Futtermittelration verdrängen, seien dem Anbau Tür und Tor geöffnet, spekulierte die Kommission. (Mö)
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