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Um die Vereinfachung der europäischen Agrarpolitik (GAP) drehen sich zurzeit viele Diskussionen in Brüssel. Allein 250 Teilnehmer aus Verbänden und Politik haben sich in dieser Woche zusammengefunden, um Möglichkeiten im Kleinen wie im Großen auszuloten. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel hält die Vereinfachung für entscheidend, um die GAP vor ihren Kritikern zu verteidigen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Im Dezember will die Kommission einen Vorschlag vorlegen, nach dem die 21 verschiedenen EU-Marktordnungen in einer einzigen zusammengefasst werden sollen. Längerfristig kann die GAP aber nur mit weiteren Reformen vereinfacht werden, zeigte sich Fischer Boel überzeugt. Schließlich sollten sich Landwirte auch nicht zu viel versprechen. Steuergelder dürften nur mit der notwendigen Sorgfalt vergeben werden, weshalb ein bestimmtes Maß an Kontrollen bestehen bleiben müsse. (Mö)
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