EU-Kommission will Geflügelhaltern helfen

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Geflügelzüchter sollen künftig nicht nur für die Keulung von infizierten Beständen, sondern auch für wirtschaftliche Schäden einen Ausgleich erhalten. Eine entsprechende Änderung der Marktordnung kündigte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel heute auf dem Landwirtschaftsrat in Brüssel an. Bisher sind Hilfen der EU nur möglich, wenn die Geflügelzüchter durch Seuchen direkt betroffen werden, wenn also ihr Bestand gekeult werden muss oder sie einer Sperrzone liegen und ihre Produkte nicht mehr verkaufen können. Zukünftig sollen auch finanzielle Zuwendungen ermöglicht werden, wenn sich die Verbraucher aus vermeidlicher Furcht vor der Seuche zurückhalten. Das ist zurzeit als Folge der Vogelgrippe der Fall.

Fischer Boel will die erweiterten Hilfsmöglichkeiten für die Geflügelzüchter demnächst mit ihren Kommissionskollegen absprechen und einen Vorschlag vorlegen. Nach einer Stellungnahme des Europäischen Parlaments strebt die Kommission eine Entscheidung im Agrarministerrat im April an. (Mö)

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