EU-Kommission will Interventionskriterien verschärfen

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Für Weizen und Roggen will die EU-Kommission die Qualitätskriterien für die Intervention verschärfen. Weizen soll zukünftig einen Mindestproteingehalt von 10,5 Prozent aufweisen. Beim Roggen will die Kommission die Fallzahl von 100 auf 140 erhöhen. Durch die verschärften Interventionskriterien sollen in Zukunft geringere Bestände aufgebaut werden. Die Kommission warnte am Montag im Beratenden Ausschuss in Brüssel davor, dass sich Jahr für Jahr die Roggenbestände in der EU anhäufen, die kaum auf dem Weltmarkt zu verkaufen seien. Eine Fallzahl von 140 wird in Deutschland bei schlechten Erntebedingungen von vielen Partien nicht erreicht. Wenn die Ware dann nicht mehr interveniert wird, muss sie deutlich billiger auf dem Markt verkauft werden. Wegen der befürchteten Einkommensverluste ist das Bundeslandwirtschaftsministerium gegen die geplante Verschärfung beim Roggen. Die Kommission will sie dagegen für die Ernte 2000 durchsetzen. (Mö)
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