EU-Kommission will Reis-Intervention abschaffen

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Die Interventionsmöglichkeit für Reis in der EU möchte die Kommission abschaffen. Sie hat am Mittwoch in Brüssel einen Vorschlag vorgelegt, nach dem der Reis in das Regime der großen Ackerkulturen eingegliedert werden soll. Um die Erzeuger vor Marktstörungen zu schützen, soll es lediglich noch einen Zuschuss für die private Lagerhaltung geben. Eine Reform der Marktordnung für Reis wäre dringend erforderlich, erklärte Agrarkommissar Franz Fischler. Zur Zeit würden 20 Prozent der Produktion in der EU interveniert, die sich dann nur mühsam, zum Beispiel in Russland oder Nordkorea, als Nahrungsmittelhilfe absetzen ließen. Wenn der Reis in die großen Ackerkulturen eingegliedert sei, müssten auch 10 Prozent der heutigen Fläche stillgelegt werden. Dies mildere den Angebotsüberschuss in der EU. Außerdem würden durch eine Reform der Reismarktordnung die Einfuhrregeln vereinfacht und der EU-Haushalt um jährlich etwa 38 Mio. Euro geschont. (Mö)
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