EU-Kommission will auch größere Betriebe fördern

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Mittelgroße Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe sollen auch zwischen 2007 und 2013 mit Geldern der EU-Strukturpolitik gefördertwerden. Die EU-Kommission signalisiert Verhandlungsbereitschaft, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. In ihrem Vorschlag zu den Programmen zur Entwicklung des Ländlichen Raumes hat die Kommission im vergangenen Juli die Förderung auf kleine und Kleinstunternehmen beschränkt. Bei 10 Mio. € Jahresumsatz und 50 Angestellten sollte bisher die Grenze für die Förderung von Verarbeitungs- und Vermarktungsbetrieben liegen. „Wir haben diesen engen Rahmen gewählt, um Mitnahmeeffekte zu vermeiden“, erklärte vergangene Woche Dirk Ahner, stellvertretender Generaldirektor in der Agrarverwaltung der EU-Kommission in Brüssel.

Auf einer Veranstaltung der niedersächsischen Landesvertretung führte er aus, die meisten Investitionen von Betrieben wären ohnehin getätigt worden, auch ohne einen Anschub aus dem EU-Haushalt. Die Kommission wolle deshalb größere, zumeist kapitalstärkere Verarbeitungsbetriebe von der Förderung ausschließen. Über die exakte Grenze ließe die Kommission aber mich sich reden, räumte Ahner ein, zumal eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten die von der Kommission vorgeschlagene Grenze für die Betriebsgröße zu niedrig halte. (Mö)

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