EU-Kommission zeigt Reformbedarf auf

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Roggen, Hartweizen und Rindfleisch sind die drei problematischen Produkte, für die ein Reformbedarf besteht. Dies verlautete aus der EU-Kommission, die am Mittwoch in Brüssel ihre Marktprognosen für die Jahre 2001 bis 2008 in der EU vorlegte. Bei der Halbzeitüberprüfung der Agenda 2000 könne deshalb die Abschaffung der Interventionsmöglichkeit für Roggen zur Debatte stehen, hieß es in der Kommission. Die Prämien für Hartweizen seien zu hoch. Der überkompensierte Hartweizen werde deshalb nicht mehr nur für die Verarbeitung zu Nudeln angebaut sondern zunehmend von den Landwirten selbst verfüttert. Dies sei nicht im Sinne der Sache.

Die Kommission rechnet im Jahr 2003 mit 700.000 t Rindfleisch in der Intervention. Bis zum Jahr 2008 könnten die Interventionsbestände nur mühsam auf etwa 200.000 t in der EU-15 abgebaut werden. Deshalb müsse es auch für Rindfleisch weitere Maßnahmen zur Drosselung des Angebotes geben. (Mö)
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