Jahresausblick

EU-Landtechnikbranche zuversichtlich

Der europäische Markt für landwirtschaftliche Maschinen wird voraussichtlich zulegen. Die Erwartungen der Verkäufe für die meisten europäischen Länder sind „vorsichtig positiv", teilte der Europäische Dachverband der Landmaschinenindustrie (Cema) in Brüssel mit.

Trotz der positiven Stimmung in der Branche sei der gesamte europäische Traktorenmarkt im 1. Quartal 2017 noch um 1,3 Prozent gesunken. Dies führt Cema vor allem auf das Nachfrageminus im großen und wichtigen Verkaufsgebiet Frankreich (minus 25,9 Prozent) zurück. Auch in den Niederlanden und Österreich wurden weniger Traktoren verkauft als im 1. Quartal 2016.

Positiv habe sich das Interesse an neuen Schleppern von Januar bis März 2017 hingegen in Belgien (plus 4,9 Prozent), Dänemark (plus 12,6 Prozent), Deutschland (plus 5,7 Prozent), Großbritannien (plus 26,4 Prozent), Italien (plus 13,8 Prozent) sowie Spanien (plus 22,3 Prozent) entwickelt.

Cema erwartet, dass 2017 die Verkäufe von Schleppern unter 50 PS sowie oberhalb 150 PS in Europa zulegen werden; im Gegensatz zu den Motorisierungen dazwischen. Die Nachfrage nach Ballenpressen, Pflanzenschutztechnik, Mähdreschern und Futtererntemaschinen dürfte im laufenden Jahr zurückgehen, heißt es in Brüssel.

Für Deutschland prognostiziert der Verband 2017 ein leichtes Plus im Agrartechnikumsatz. Vor allem die Geschäfte mit Mähdreschern und Ballenpressen könnten dafür sorgen. Für die anderen Maschinensegmente erwartet Cema einen stabilen Markt oder allenfalls geringes Wachstum. (Sz)
stats