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In der Europäischen Union dominieren nach wie vor die kleineren Betriebe. Der Anteil der Höfe mit weniger als 5 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche lag bei der jüngsten Erhebung 2003 bei 60 Prozent. Ausgesprochen niedrig ist dagegen der Anteil der größeren Einheiten, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. So bewirtschaften nur 3 Prozent der Betriebe in der EU-25 mehr als 100 ha. Der Anteil dieser großen Einheiten erreichte in Dänemark 16 Prozent sowie in Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Luxemburg je 12 Prozent. In den meisten südlichen Ländern sowie in vielen neuen Mitgliedstaaten waren die Betriebe mit 100 ha und mehr mit weniger als 1 Prozent vertreten. Im Jahr 2003 bewirtschafteten in der EU-25 rund 9,9 Mio. landwirtschaftliche Betriebe etwa 156 Mio. ha agrarische Nutzfläche. Die meisten Betriebe entfallen mit 2,2 Mio. auf Polen (22 Prozent aller EU-Betriebe), gefolgt von Italien (20 Prozent), Spanien (12 Prozent) sowie Griechenland und Ungarn (je 8 Prozent).

Ein völlig anderes Bild zeigt die Verteilung der Nutzfläche. Hier besitzt Frankreich mit 28 Mio. ha beziehungsweise 18 Prozent das größte Produktionspotenzial in der EU. Danach folgen Spanien (16 Prozent), Deutschland (11 Prozent), das Vereinigte Königreich (10 Prozent), Polen (9 Prozent) sowie Italien (8 Prozent). Die Anteile der übrigen Mitgliedsländer liegen unter 3 Prozent. Die durchschnittliche Flächenausstattung der Betriebe in der EU umfasst 16 ha. Die Spannweite für die durchschnittliche Betriebsgröße innerhalb der EU reicht dabei von 79 ha Nutzfläche in Tschechien bis zu 1 ha in Malta. Insgesamt lässt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle feststellen. Die Betriebsgrößen in den meisten neuen Mitgliedsländern sind ebenfalls unterdurchschnittlich. (ED)

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