Die "High-Level"-Gruppe der Europäischen Union für den Milchmarkt tritt in die entscheidende Phase der Beratungen. Heute werden die Staatssekretäre  aus den EU-Mitgliedstaaten in Brüssel einen Entwurf ihres Abschlussberichtes diskutieren. Umstritten ist, ob Standardverträge zwischen den Milcherzeugern und den Molkereien vorgeschrieben werden oder ein freiwilliges Angebot bleiben. Die Möglichkeiten zu Preisabsprachen zwischen Erzeugern sollen erweitert werden. Frankreich möchte sein System der Interprofessionen auf alle EU-Mitgliedstaaten ausdehnen. Dabei handelt es sich um Organisationen, in denen Mitglieder einer Branche aus Produktion, Verarbeitung und Distribution gemeinsame Interessen definieren und geeignete Schritte für die Marktberarbeitung abstimmen. An der Intervention von Butter und Magermilchpulver soll sich nichts ändern. Am 15. Juni will die Gruppe ihren Abschlussbericht vorlegen. EU-Agrarkommission Dacian Ciolos plant bis zum Jahresende einen Vorschlag, mit dem die Position der Milcherzeuger auf dem Markt gestärkt werden soll. (Mö)    
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