EU-Minister beraten über Rindfleisch-Marktordnung

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Das Europäische Parlament (EP) hat am Mittwoch zu den geplanten Anpassungen der Rindfleisch-Marktordnung Stellung genommen. Nun können die EU-Agrarminister auf ihrem Rat am kommenden Dienstag eine Entscheidung über die verbleibenden Teile von Agrarkommissar Franz Fischlers 7-Punkte-Programm treffen. Die schwedische Ratspräsidentschaft drängt darauf, die Rindfleisch-Marktordnung und die Verlängerung des Zuckerregimes in einem Paket zu verabschieden. Es wird in Brüssel als wenig wahrscheinlich angesehen, dass die vorgeschlagene Begrenzung der Bullenprämie auf 90 Tiere pro Betrieb eine Mehrheit im Ministerrat finden wird. Dagegen stimmen die meisten Mitgliedstaaten der geplanten Herabsetzung der Höchstbesatzdichte von zwei Großvieheinheiten auf 1,8 Großvieheinheiten/ha zu. Das bestehende Quotensystem für Zuckerrüben wird möglicherweise um vier Jahre verlängert. Fischler hat eine Ausdehnung von zwei auf vier Jahre schon zugestimmt. Hier müssen die Minister unter anderem über den Fortbestand der Lagerkostenbeihilfen verhandeln. (Mö)
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