EU-Mitgliedstaaten stimmen für DNA-Tests


Rindfleischerzeugnisse werden in allen EU-Mitgliedstaaten untersucht.
Nach dem Pferdefleischskandal will die EU-Kommission auf Nummer sicher gehen.

Nach dem im März anlaufenden Testprogramm sollen in den großen EU-Mitgliedstaaten
jeweils 150 Verarbeitungsprodukte aus Rindfleisch aus dem Regal genommen
werden. Mit Hilfe der DNA-Analyse soll dann festgestellt werden, ob es sich
wirklich um 100 Prozent Rindfleisch handelt. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich
am Freitagnachmittag im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette für den
Kommissionsvorschlag ausgesprochen.

In der EU sind 2250 Tests von Verarbeitungsprodukten vorgesehen. Die EU soll 75 Prozent der Kosten von 400 € pro Test tragen. Zudem soll Pferdefleisch in den Schlachthöfen auf Phenylbutazon hin untersucht werden. Pro 50 t Pferdefleisch soll eine Probe genommen werden. Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien forderten im Ausschuss Hinweise auf die Herkunft des Fleisches in Verarbeitungsprodukten. Die Kommission arbeitet noch an einer Folgenabschätzung für die Herkunftsnachweise und vertröstet damit die EU-Mitgliedstaaten. (Mö)     
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