Erzeugergemeinschaften dürfen das Angebot von Qualitätserzeugnissen bei Absatzschwierigkeiten nicht
drosseln. Das Europäische Parlament kam mit seinem Wunsch nicht durch.

„Wir haben unser Ziel nicht erreicht", gab die Berichterstatterin Itraxe Garcia Perez zu. Die Spanische Sozialdemokratin betonte, die Debatte bleibe offen und werde in den Verhandlungen um die Agrarreform fortgeführt. Die Europaabgeordneten möchten Erzeugergemeinschaften das Recht zugestehen, die Menge von Produkten mit geschützten Herkunftsangaben in Krisenfällen zu vermindern, um deren Preise
zu stabilisieren.

Die EU-Mitgliedstaaten lehnen derartige Eingriffe in das Marktgeschehen ab. In den Verhandlungen zwischen Parlament und Rat vergangene Woche über das Qualitätspaket wurde die Möglichkeit der Mengensteuerung gestrichen. Heute werden die EU-Mitgliedstaaten im Sonderausschuss Landwirtschaft in Brüssel klären, ob sie das Ergebnis der Verhandlungen annehmen können. (Mö)
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