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Die Osterweiterung der EU dürfe auf keinen Fall mehr als bisher geplant kosten. Dies erklärte Günter Verheugen vor dem Europäischen Parlament am Mittwoch in Brüssel. Es habe sich gezeigt, dass die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) auch gar nicht mehr Wirtschafts- uns Aufbauhilfen abrufen könnten. Der für das Amt des Kommissars für die Osterweiterung vorgesehene Kandidat wolle "kein Jota" über die auf dem Berliner EU-Gipfel beschlossenen Haushaltsmittel hinaus gehen. Verheugen räumte ein, die Freisetzung von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft der Beitrittskandidaten sei ein großes ungelöstes Problem. Um den Arbeitsmarkt etwa in Deutschland oder in Österreich nicht zu sehr mit Arbeitssuchenden aus Osteuropa zu belasten, denkt Verheugen an Übergangsfristen im Beitrittsprozess. Möglicherweise müsse die Freizügigkeit der Arbeitskräfte zunächst beschränkt werden. Die Möglichkeit des Bodenkaufes sollten die zukünftigen EU-Mitglieder den heutigen Unions-Bürgern dagegen möglichst rasch einräumen. (Mö)
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