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Die EU-Osterweiterung ist weniger ein Problem der Agrarmärkte, sondern vielmehr der Direktzahlungen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Stefan Tangermann vom Institut für Agrarökonomie der Universität Göttingen laut AID-Pressedienst. Wie der Zuwachs unveränderter Direktzahlungen in Höhe von etwa 8,5 Mrd. Euro bewältigt werden könne, sei ungeklärt, so Tangermann anlässlich des dritten Warentermin-Forums Ende November in Hannover. Die Nicht-Zahlung in den Beitrittsländern ist aus seiner Sicht nicht vorstellbar. Eine Bindung an die Produktionskosten hält er ebenfalls für keine gute Lösung. Möglichkeiten bestehen seiner Ansicht nach bei einer staatlich gestützten Risikoabsicherung. Jedoch sei beispielsweise das amerikanische Modell nicht direkt übertragbar. (ED)
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