EU-Parlament gegen deutliche Verschärfung bei der Zulassung von GVO

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Die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, die eine deutliche Verschärfung bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) forderten, konnten sich am Mittwoch in Straßburg nicht durchsetzen. Eine Mehrheit der Parlamentarier stimmte dagegen, dass in Zukunft die Verwender von GVO für eventuelle Schäden haften sollen. Die Fraktion der europäischen Volksparteien (EVP) stimmte gegen diesen Antrag unter anderem, weil darin unklar bleibt, ob die Hersteller oder die Landwirte haften. Das Haftungsrecht müsse nicht gleichzeitig mit der Zulassung von GVO geregelt werden, meinte die EVP. Zudem konnte ein beantragtes Verbot von antibiotischen Markergenen in GVO nicht durchgesetzt werden. Eine Mehrheit stimmte für ein Auslaufen von antibiotischen Markergenen innerhalb von fünf Jahren. (Mö)
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