EU-Preisstabilisierungsfonds für Schweinemarkt abgelehnt

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Einen Preisstabilisierungsfonds für Schweine hat eine Mehrheit der EU-Agrarminister am Montag in Luxemburg erneut abgelehnt. Lediglich Frankreich, Österreich, Spanien und Portugal sprechen sich mit Nachdruck für einen Fonds aus, in den Schweinehalter in Zeiten guter Marktpreise einzahlen, um in schlechten Zeiten daraus eine Unterstützung zu erhalten. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten hält dies für unnötig, da sich die Landwirte auf Preisschwankungen einstellen könnten und diese zumeist auch wollten. Agrarkommissar Franz Fischler rechtfertigte seinen Vorschlag, die Schwankungen auf dem Schweinefleischmarkt nähmen an Dauer und Heftigkeit zu, weshalb ein neues Absicherungsinstrument gebraucht werde. Zudem sei die Teilnahme sowohl für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten als auch für die einzelnen Erzeuger freiwillig. Diese Freiwilligkeit wird aber wiederum von einigen kritisiert, da sie zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen unter den Erzeugern in der EU führe. (Mö)
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