EU-Rindfleisch- und Futtermittelmarkt unter der Lupe

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Mit dem Verkaufsverbot von Fleisch am Knochen in Frankreich und dem Verfütterungsverbot von tierischen Fetten in Deutschland will sich am kommenden Donnerstag und Freitag in Brüssel der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Kommission beschäftigen. Er wird prüfen, ob die nationalen Maßnahmen, die über jene für die EU beschlossenen hinausgehen, wissenschaftlich begründet sind.
Außerdem stehen weiterhin die nationalen Importverbote für Rindfleisch von Spanien, Italien und Österreich im Raum, die möglicherweise ein Verstoß gegen die Regeln des gemeinsamen europäischen Binnenmarktes darstellen. Die EU-Kommission hat diese Länder aufgefordert, ihr Embargo zu beenden, seitdem ab dem 1. Januar 2001 Tiermehl EU-weit nicht mehr verfüttert werden darf und die Risikorinder auf BSE untersucht werden müssen. Zudem finden zurzeit in zahlreichen Mitgliedstaaten noch Kontrollen durch EU-Veterinäre statt. Diese prüfen, ob Tierfutter und insbesondere Rinderfutter wirklich frei von Tiermehl sind. Mit schärferen Maßnahmen gegen die nationalen Importverbote, etwa in Form eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen die drei Länder, rechnet zur Zeit niemand in Brüssel. (Mö)
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