Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich insgesamt stabil. Das Angebot ist umfangreich. Das üppige Schlachtschweineangebot in den meisten Ländern der EU führt dazu, dass es kaum Spielraum für Preisbefestigungen gibt, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. So konnten beispielsweise die zwischenzeitlich bestehenden Hoffnungen auf höhere Kurse in Deutschland und Österreich zum Ende der Vorwoche nicht realisiert werden. Der Schlachtsauenpreis hingegen legte in Deutschland auf Grund eines geringeren Angebots an Schlachtsauen sowie der lebhaften Nachfrage nach Verarbeitungsartikeln um 4 Cent/kg SG zu. Schweden bleibt den Angaben zufolge weiterhin Schlusslicht im europäischen Preisgefüge. Lediglich Spanien habe zuletzt abermals einen Preisrückgang um 2 Cent/kg SG hinnehmen müssen.

Für die kommenden Tage zeichnet sich am deutschen Markt laut ISN ein weiterhin umfangreiches Angebot an schlachtreifen Schweinen ab. Vereinzelt würden einige Vermarkter von leicht rückläufigen Mengen berichten. Die Schlachtbetriebe zeigten ein reges Kaufinteresse, sodass sich die Partien zügiger als zuvor vermarkten lassen. Die Grillaktivitäten dürften bei den herbstlichen Temperaturen zwar kaum noch Bedeutung für den Fleischabsatz haben. Positive Impulse bringen nach Einschätzung der ISN hingegen der Monatsanfang und das Ende der Sommerferien in fast allen Bundesländern. Für die kommende Schlachtwoche werden daher mindestens unveränderte Notierungen erwartet. (az)
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