In der aktuellen Schlachtwoche tendiert der Schlachtschweinemarkt in Europa größtenteils zur Schwäche. Viele Länder müssen rückläufige Preise verbuchen.

Bereits am vergangenen Donnerstag notierte Dänemark einen Preisrückgang von 2,7 Cent pro kg Schlachtgewicht. Die entscheidende Rolle für die europäische Preistendenz spielt aber laut der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die deutsche Leitnotierung, die um 3 Cent pro kg SG nachgab.

Problematisch ist laut ISN das insgesamt große Angebot, sowohl bezogen auf die Stückzahlen als auch die hohen Schlachtgewichte. In Frankreich wird der Markt als ausgeglichen beschrieben, so dass sich die Notierung seitwärts bewegt. Spanien bleibt mit einer unveränderten Notierung weiterhin an der Spitze des europäischen Preisgefüges.

Für den deutschen Markt schätzt der ISN die Tendenz so ein: „Die anhaltend großen Stückzahlen erschweren das Einpendeln des Marktgleichgewichts.“ Das Fleischgeschäft sei nach Angaben der Schlachtunternehmen nicht befriedigend und dem Export fehle es nach wie vor an Impulsen. Die weitere Preisentwicklung sei unsicher, so die ISN. (az)
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