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"Eine Liberalisierung des Weltmarktes muss insbesondere im Agrarbereich die spezifischen europäischen Bedingungen berücksichtigen." Das erklärte der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Sachsen-Anhalt, Konrad Keller, gestern zum Auftakt eines WTO-Symposiums in Magdeburg. So könne die Landwirtschaft in der EU und in Deutschland ohne Stützungsmaßnahmen nicht überleben. Das EU-System sei jedoch auf Dauer zu kompliziert. Keller plädierte daher für ein neues, unkomplizierteres System der Transferleistungen, etwa durch eine einheitliche Flächenbeihilfe. Dadurch würden einzelne Kulturen nicht bevorteilt. Ferner sollten sich nach Ansicht von Keller die Landwirte auf eine weitere Liberalisierung vorbereiten und alle Produktionszweige auf Rentabilität prüfen. (ED)
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