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Der Europäische Verband für Mischfutterindustrie (Fefac), Brüssel, hat den Rat der Europäischen Union aufgefordert, in der unhaltbaren Situation auf dem EU-Tierveredelungssektor durch Senkung der Produktionskosten für Abhilfe zu sorgen, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Die europäische Tierveredelungsindustrie stecke in einer tiefen strukturellen Krise. Unter der ständig wachsenden Konkurrenz seitens der Drittland-Marktteilnehmer, sowohl auf dem Welt- als auch dem Binnenmarkt, würden die Tiererzeugnisse zu historischen Tiefstpreisen angeboten, bei gleichzeitigem Anstieg der Produktionskosten.

Die Fefac führe die Entwicklung auf zwei Hauptgründe zurück. Zum einen sei die EU nicht in der Lage, Zulieferer aus Drittländern zur Einhaltung der Standards in den Bereichen Gesundheitsschutz und artgerechte Tierhaltung zu verpflichten. Außerdem habe die EU den Schutz pflanzlicher Erzeunisse auf Kosten der Tierveredelungsindustrie bervorzugt. Trotz des trockenheitsbedingten Mangels haben laut Fefac die EU-Institutionen der europäischen Tierveredelungsindustrie den Zugang zu Getreide auf dem Weltmarkt zu wettbewerbsfähigen Preisen bisher verwehrt. So seien seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2003/04 die Geflügel- und Schweinefuttermittel um 30 Prozent gestiegen, hauptsächlich wegen des starken Anstiegs der Getreidepreise. (ED)

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