EU-Umweltminister decken GVO-Verbote

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Österreich und Ungarn können nationale Verbote für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) aufrecht halten, ohne gegen EU-Recht zu verstoßen. Die EU-Umweltminister haben am heutigen Montag in Brüssel mit qualifizierter Mehrheit gegen die Kommission gestimmt. In Österreich dürfen die beiden Maissorten Mon 810 und T25 nicht angebaut werden, obwohl sie die Zulassung der EU haben. Ungarn geht im nationalen Alleingang gegen den Mon 810 vor. Die Kommission hatte bereits 2007 versucht, die Verbote in Österreich und Ungarn aufzuheben, scheiterte aber schon damals an den EU-Umweltministern. Die meisten Minister argumentierten am Montag im Rat, gegenüber der Lage von 2007 habe sich nichts Grundlegendes verändert, weshalb sie die Kommission erneut versetzten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel meinte, er könne den gesellschaftlichen Nutzen des GV-Maises von Monsanto nicht erkennen. (Mö)
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