EU-Verterinärausschuß beschließt Maßnahmen gegen Schweinepest


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Brüssel/Mö, 6. Februar - Ein Ausfuhrverbot von lebenden Schweinen aus dem gesamten Bundesgebiet konnte Deutschland im Ständigen Veterinärausschuß am gestrigen Mittwoch in Brüssel verhindern. Belgien und Luxemburg hatten vor allem darauf gedrängt, in großer Sorge, sich wie 1993 die Schweinepest ins Land zu holen. Nach Zugeständnissen und nach einer zweitägigen Diskussion konnten die anderen Mitgliedsstaaten davon überzeugt werden, daß das Ausfuhrverbot nur für bestimmte Bundesländer gilt. Dies sind zur Zeit Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Bayern und der Kreis Ost Prignitz/Ruppin in Brandenburg. Außerdem gilt das Ausfuhrverbot für Schlachtschweine nicht mehr auf Kreisebene, sondern gleich für das ganze Bundesland. Gibt es über 45 Tage hinweg keinen Fall von Schweinepest, wird das Bundesland aus der Liste gestrichen. In zwei Wochen berät der Ständige Veterinärausschuß erneut in Brüssel über die Schweinepest.
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