EU-Weizen hat großes Potenzial

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Die EU wird in den kommenden zehn Jahren ihre Bedeutung als Weltmarktanbieter von Weizen und Gerste kräftig ausbauen können. Im Wirtschaftsjahr 2018/19 prognostizieren Agrarökonomen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA, dass die EU 18 Prozent aller globalen Weizenexporte und 31 Prozent aller Gerstenexporte stellen werden. Im aktuellen Wirtschaftsjahr betragen die Vergleichswerte 14 Prozent für Weizen und 25 Prozent für Gerste. Da 2008/09 für die EU bereits als ein überaus erfolgreiches Exportjahr gilt, zeigt die Einschätzung der Amerikaner das Potenzial.

Insgesamt wird der Weltmarkt für Weizen wachsen. In seiner gestern veröffentlichten Zehnjahresprognose hat das USDA für diesen Zeitraum eine Zunahme des internationalen Weizenhandels um 14 Prozent unterstellt. US-Weizen wird jedoch am Weltmarkt an Gewicht verlieren. Die Agrarökonomen gehen davon aus, dass der US-Anteil von bisher rund 25 Prozent auf langfristig 20 Prozent sinken wird. Außer der EU zählt das USDA Russland und die Ukraine sowie Argentinien zu den Gewinnern am globalen Weizenmarkt. Eine größere Importnachfrage erwarten die Agrarökonomen in Algerien und Ägypten sowie im südlichen Afrika. Als weitere Wachstumsländer nennt das USDA Brasilien, Indonesien, Phillippinnen und Pakistan. (db)

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