EU-Weizen leidet unter kurzfristiger Exportschwäche

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Mit einem empfindlichen Preiseinbruch hat die Matif gestern auf eine kurzfristige schlechtere Wettbewerbsfähigkeit des EU-Weizens reagiert. Am Donnerstag hat Ägypten in den USA 180.000 t Soft-Red-Winterweizen gekauft. Nachdem sich die amerikanischen Weizenpreise seit Mitte März deutlich abgeschwächt haben, ist US-Weizen auf dem Weltmarkt wieder wettbewerbsfähig geworden. Die europäischen Exporteure und französischer Weizen kamen nicht zum Zuge. Ihre Offerten sollen teilweise deutlich über dem Zuschlag gelegen haben. Die Matif reagierte am Donnerstag heftig darauf und nahm die Notierungen für Mai um 10 €/t zurück. Heute Vormittag waren die Kurse an der Matif noch einmal um über 8 €/t rückläufig.

An den physischen Märkten schlagen sich diese Kursrückgänge nicht in vollem Umfang wieder, doch am Hamburger Markt haben die Weizennotierungen seit Anfang der Woche 6,00 bis 7,00 €/t verloren. Der Handel rechnet sich allerdings weiterhin noch gute Exportchancen für europäischen Weizen aus, zumal die USA ihre Exportprognosen für das laufende Jahr bereits zu 98 Prozent erreicht haben. Für die Woche bis zum 26. März hat die EU Exportlizenzen von 251.000 t vergeben, so dass sich die europäischen Weizenexporte inzwischen auf insgesamt 5,7 Mio. t summiert haben. (St)

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