EU-Wirkstoffzulassung behindert Landwirtschaft und Umweltschutz

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Die EU-Wirkstoffzulassung für Pflanzenschutzmittel erfüllt die in sie gesetzten Hoffnungen der Industrie bisher nicht. Anträge sowohl für Altwirkstoffe als auch für neue Wirkstoffe stecken zu über 90 Prozent "in der Warteschleife", das heißt, die teilweise schon vor fünf Jahren eingereichten Anträge wurden auf EU-Ebene bisher nicht entschieden. Dr. Jochen Wulff, Präsident des IVA Industrieverband Agrar, Frankfurt am Main, bedauerte anlässlich des heutigen Pressegespräches des Verbandes in Berlin diese für die Landwirtschaft und den Umweltschutz ungünstige Situation. Schon heute stünden der Landwirtschaft wichtige Pflanzenschutzmittel nicht mehr zur Verfügung und das Spektrum der Produkte werde sich weiter drastisch verringern. Behandlungsmöglichkeiten würden besonders für kleinere Anwendungsbereiche entfallen und so den Anbau einiger Kulturen völlig in Frage stellen. (GH)
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