EU-Zuckerfreigabe stößt auf Kritik

Weitere Zuckermengen außerhalb der Quote dürfen an die Lebensmittelindustrie verkauft werden. Sie sind jedoch pro Tonne mit einer hohen Abgabe belastet. Freigegeben hat die EU-Kommission zu ihrem heutigen Treffen im Verwaltungsausschuss eine Zuckermenge von 250.000 t. Sie erhebt eine Überschussabgabe von 211 €/t, die vor allem von den Zuckerverwendern kritisiert wird. Die Kommission errechnete diese Abgabe als Differenz aus dem Zuckerpreis in der EU und dem aktuellen Weltmarktpreis. Die Süßwaren- und Getränkeindustrie hält die Freigabe von Nicht-Quotenzucker unter diesen Bedingungen für wirkungslos.

Als weitere Maßnahme schreibt die EU-Kommission die Einfuhr von Zucker vom Weltmarkt aus. Hier wird ein Abschlag auf den Normalzoll versteigert. Die Zuckerverwender hatten dagegen eine Ausschreibung von 1 Mio. t Zucker zum Nullzollsatz gefordert. (Mö)
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