EU-Zuckermarktordnung bis 2020 verlängern


Eine Fortsetzung der Zuckermarktordnung bis zum Jahr 2020 rückt in greifbare Nähe. Die deutschen Zuckerhersteller schöpfen Hoffnung. Der im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments vom zustän­di­gen Berichterstatter Michel Dantin vorgelegte Berichtsentwurf zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 fordert eine Weiterführung der Zuckermarktordnung. Dieser Vorschlag des französischen Europaabgeordneten ist für deutsche Rübenanbauer und Zuckerfabriken ein wichtiges Signal. "Insbesondere der Vorschlag, die Quotenregelung bis zum 30. September 2020 beizu­behalten, erkennt die Notwendigkeit einer stabilen heimischen Zuckererzeu­gung an", er­klärte der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, Dr. Hans-Jörg Gebhard anlässlich der Zuckertagung 2012 in Berlin. Damit werde es möglich, die europäischen Verbraucher auch bei stark schwanken­dem Angebot auf dem Weltmarkt sicher mit Zucker zu versorgen. Auch den Vorschlag von Dantin, neue Re­gelungen für die Freigabe von Nichtquotenzucker in die GAP aufzunehmen, begrüßt Gebhard. Dies verbessere die Planbarkeit.

Der Vorschlag zur GAP von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos geht bisher in die Richtung, die geltende EU-Zuckermarktordnung im Jahr 2015 zu beenden. Die Hersteller von Zucker und Rübenbauer wollen dieses Ende nicht akzeptieren. Sie appellieren für eine Verlängerung bis mindestens 2020. (da)
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