EU bleibt hart bei Doppelnullverhandlungen mit Polen

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EU-Agrarminister Franz Fischler holte sich am Dienstag in Brüssel von den EU-Agrarministern Rückendeckung bei den sogenannten Doppelnullverhandlungen, mit Polen im Vorfeld der eigentlichen Beitrittsverhandlungen hart zu bleiben. Bevor Polen nicht seine jüngsten Zollerhöhungen für Getreide, Raps, Schweinefleisch, Zucker und Malz zurück nehme, könne es keine Doppelnulllösung geben. Diese soll so aussehen, dass die EU 15 für einige Produkte auf Exporterstattungen verzichtet und Polen im Gegenzug keine Einfuhrzölle mehr erhebt. Mit acht mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) soll ab 1. Juli 2000 der Agrarhandel auf diese Weise liberalisiert werden. Es gab auf dem Ministerrat aber auch optimistische Stimmen, die davon ausgehen, dass Polen seine harte Haltung demnächst aufgibt. (Mö)
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