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Die Öko-Zertifizierung soll EU-weit vereinheitlicht und optimiert werden. Darum finanziert die EU mit 2,7 Mio. € ein internationales Projekt zur Öko-Zertifizierung an der Universität Hohenheim. Das internationale Konsortium unter der Leitung von Prof. Stephan Dabbert vom Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre an der Fakultät Agrarwissenschaften soll Vorschläge entwickeln, wie sich das System der Öko-Zertifizierung verbessern lässt.

"Manchen Landwirt hält das derzeitige System der Öko-Zertifizierung auf Grund des hohen Aufwandes von einer Umstellung auf ökologischen Landbau ab", weiß Dabbert. "Andererseits wollen die Verbraucher höchstmögliche Zuverlässigkeit in der Kontrolle, damit die Echtheit der Öko-Produkte garantiert ist."

Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern und Zertifizierungsunternehmen aus Deutschland, Dänemark, der Schweiz, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Italien und der Türkei wird die Arbeitsgruppe in Hohenheim Vorschläge und Verfahren erarbeiten, um das System zu verbessern. Zu Beginn wird eine umfassende Bestandsaufnahme des Öko-Zertifizierungssektors vorgenommen. Dessen Größe in der EU schätzt Dabbert auf derzeit etwa 200 Mio. € Umsatz pro Jahr. Das Projekt soll drei Jahre laufen. (ED)

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