EU erhöht Subventionsanteil


Die staatliche Unterstützung für Landwirte ist in der EU 2009 im Wert gesunken, aber der Anteil an den Erlösen ist höher als im Vorjahr. In den USA und vor allem Kanada sind die Subventionen absolut und prozentual gestiegen. Auf rund 253 Mrd. US-$ summieren sich nach Angaben der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit OECD 2009 die Agrarsubventionen in allen Industrieländern. Diese Summe entspricht nach OECD-Berechnung 22 Prozent des gesamten Produktionswertes der Landwirte. Im Vorjahr war dieser Anteil mit 21 Prozent etwas niedriger. Das lag aber allein am hohen Agrarpreisniveau 2008, das zu einem relativ geringeren Anteil der Agrarsubventionen geführt hatte. Im Jahr 2009 zeigt sich das gegenteilige Bild. Niedrige Preise haben die Erlöse der Landwirte geschmälert. Obwohl auch die Agrarsubventionen geringfügig gesunken sind, hat sich ihr prozentualer Anteil erhöht.

Die EU befindet sich 2009 im Vergleich der OECD-Länder mit einem Anteil Agrarsubventionen von 24 Prozent leicht über dem Durchschnitt. Allerdings hat die EU ihre Stützung im Vergleich zum Vorjahr in absoluten Zahlen abgebaut. Die OECD führt den Rückgang vor allem darauf zurück, dass der Herauskauf von Zuckerquoten beendet ist. Die Subventionen in den USA sind 2009 absolut gestiegen und erreichen jetzt 10 Prozent des Produktionswertes. Die Zunahme gegenüber 8 Prozent im Vorjahr führt die OECD auf die umfangreiche Preisstützung zurück. Aus diesem Grund sind 2009 auch in Kanada die Subventionen deutlich angewachsen.

Die OECD kritisiert, dass handelsverzerrende Subventionen in vielen Industrieländern nach wie vor dominieren. Die Preisstützung oder die Verbilligung von Betriebsmitteln machen im Länderdurchschnitt weiterhin rund 60 Prozent aller Agrarsubventionen aus, stellt die OECD fest. Sie lobt jedoch auf der anderen Seite, dass entkoppelte Zahlungen zugenommen haben und mittlerweile fast ein Viertel der staatlichen Stützung ausmachen.  (db)
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